Headhunting – Ein Auslaufmodell?

Benötigt man in Zeiten des Networkings auf Online-Plattformen, Internetforen und Datenbanken noch den klassischen Headhunter auf der Suche nach den Besten?

Mit einem klaren „Ja“, bezieht Klaus Peter Hammes eindeutig Stellung; Geschäftsführender Gesellschafter der internationalen Personalberatung p.p.m. personalberatung GmbH mit Sitz in Düsseldorf (www.p.p.m.-personal.de) und dem Schwerpunkt im Executive Search. „Die persönliche und vertrauliche Ansprache setzt einen Kontrapunkt zur Anonymität im Netz.“

Headhunting oder auch Executive Search hat sich seit vielen Jahren mit der Suche nach Top-Führungskräften und Spezialisten zu einer eigenen Branche entwickelt. Für viele Unternehmen ist der persönliche Kontakt zu Personalberatern auf der Suche nach den Besten nicht mehr wegzudenken.

Doch wie lange noch? Networking mittels Internet und via Plattform wird immer beliebter, Lebensläufe werden in Datenbanken eingestellt, der Marktwert getestet und Bewerbungen per mail versendet. Zwar sind Datenschutz und Anonymität gewährleistet; die Individualität allerdings geht größtenteils verloren. Die Top-Kräfte und Spezialisten sind Bewerber mit einer hohen Qualifikation und einer markanten Persönlichkeit, die ihre Karriere bewusst und gezielt steuern. Diese Spezialisten wissen um ihren Marktwert und müssen umworben werden. „Nur in Gesprächen auf Augenhöhe erfahren wir um ihre Wechselbereitschaft und können eine Neuorientierung erreichen bzw. ihnen neue Möglichkeiten eröffnen“, sagt Klaus Peter Hammes. Die Unternehmen selber schätzen am Personalberater nicht nur die erfolgreiche Suche, sondern auch den Blick von außen ins Unternehmen. So lassen sich Strukturen und Abläufe hinter den Kulissen für die Suche nach dem geeigneten Kandidaten besser analysieren. Die Folge: Das Ergebnis wird optimiert. „Unsere Kunden erwarten aufgrund unserer Markt- und Branchenkenntnisse eine Beratung, welcher Weg zum Erfolg der Beste ist“, sagt Hammes. Dabei kann das Internet bestenfalls eine Unterstützung bieten.

Die aktuelle Marktsituation zeigt, dass viele Unternehmen Positionen geeigneter Fach- und Führungskräfte nicht besetzen können. Daran ändern auch die Networker nichts. Heutige Unternehmen sind aufgefordert eine humane Managementkultur zu schaffen, um mittels guter Arbeitsbedingungen eine Atmosphäre zu erreichen, die die Mitarbeiter motiviert, mit dem Unternehmen identifiziert und Ansporn ist, ihre besten Kräfte zu entwickeln. Die Umsetzung solcher Ziele in Verbindung mit Effizienz und Menschlichkeit kann nur ein Berater deutlich machen und in seiner Beschreibung des jeweiligen Unternehmens mit Leben füllen. Das vermag keine Online-Plattform. „Für die Bewerber ist der Berater auch immer ein Stück weit Coach und Mentor. Nicht zuletzt liegt der nächste Karriereschritt mit in unserem Ermessensspielraum. Ohne Wertschätzung, Fairness und Vertrauen ist eine langfristige Begleitung der Bewerber nicht möglich“, sagt Klaus Peter Hammes, dessen ehemalige Bewerber heute als Entscheider p.p.m. die Suche nach den Besten anvertrauen.